Goldenes Priester-Jubiläum Pfarrer emeritus Ulf Doppelfeld

Von links: Pastor Thorsten Neudenberger, Diakon Andreas Hintermüller, Pfarrdechant Jürgen Schäfer aus Werne, Pfarrer i.R. Ulf Doppelfeld, Vikar Duc Thien Ngyuen aus Kirchhundem, Dechant Pfarrer Paul Mandelkow aus Unna, Pfarrer i.R. Friedrich Taprogge aus Sundern-Allendorf und der ehemalige Bergkamener Vikar Pastor Hubert Olbricht aus Iserlohn

Mit einem feierlichen Festhochamt feierte am 8. April die Pfarrgemeinde von St. Elisabeth zusammen mit ihrem ehemaligen Pfarrer Ulf Doppelfeld dessen Goldenes Priesterjubiläum. Für den musikalisch festlichen Rahmen sorgte wie immer die Chorgemeinschaft St. Elisabeth/Herz Jesu.

Obwohl der „Pfarrer im Un-Ruhestand“ inzwischen in der Nachbarstadt Werne wohnt, war es ihm wichtig, in der Pfarrkirche sein Goldenes Priesterjubiläum zu feiern. „Es ist für mich heute so, als käme ich nach Hause“, stellte Ulf Doppelfeld in seiner Begrüßung fest, „immerhin habe ich doch dreißig von diesen fünfzig Jahren hier in Bergkamen als Priester gewohnt und gearbeitet. Die meisten hier in der Kirche kenne ich doch auch alle ganz persönlich.“
Dabei wurde es nicht nur wegen der vielen Festgottesdienstbesucher in der Kirche ziemlich eng, denn die Besucher kamen auch aus Doppelfelds ehemaligen Wirkungsstätten Steinheim und Hohenlimburg. Und auch rund um den Altar wurden die Stühle knapp, denn so einige junge wie alte Weggefährten Doppelfelds ließen es sich nicht nehmen, das Festhochamt zusammen mit dem Jubilar zu zelebrieren.

Für die Eucharistiefeier hatte Doppelfeld sogar extra seinen silbernen Messkelch mitgebracht, den ihm seine Mutter zu seiner Primiz geschenkt hatte. In seinem Rückblick erinnerte sich Pfarrer Ulf Doppelfeld gerne an die Zeiten, wo er als Präses von KAB, kfd, Kolping, der Caritas, des Kirchenchores und nicht zuletzt auch der Gemeindejugend mitten im Geschehen sein durfte. Und auch die Verantwortung dafür hatte Doppelfeld immer besonders ernst genommen. So habe er, als die Jugendfreizeit an der Küste stattfinden sollte, sogar extra ein Bademeister-Examen abgelegt. Seine erste Badeaufsicht war sogar bei den Nonnen im Paderborner "Zölibad“ gleich hinter dem Priesterseminar. „Ich habe aber niemals gesündigt“, erzählte Doppelfeld zum Vergnügen seiner Zuhörer in der Kirche. Dass es in den Predigten Doppelfelds nicht immer todernst zuging, konnte denn auch Ortsvorsteher Franz Herdring, der stellvertretend für den Bürgermeister gekommen war, berichten. „Pfarrer Ulf Doppelfeld war ein nicht wegzudenkender Teil des öffentlichen Lebens und nach dem Bürgermeister die bekannteste Persönlichkeit Bergkamens.“ Auch Pfarrer Bernd Ruhbach von der Friedenskirchengemeinde konnte nur Gutes über das Verhältnis seiner Kirchengemeinde zur benachbarten katholischen Pfarrgemeinde berichten. „Pfarrer Ulf Doppelfeld hat viele ökumenische Impulse gegeben, die von beiden Gemeinden dankbar aufgegriffen wurden.“ So gab es den ökumenischen Schulgottesdienst, ökumenische Bibelwochen, den Ökumenischen Kirchentag und auch bei der Fronleichnamsprozession war der evangelische Posaunenchor immer dabei. Auch was das Zusammengehen beider Konfessionen angeht, hatten Doppelfeld und Ruhbach dieselbe Meinung: Katholische und evangelische Christen müssen sich mehr auf das Evangelium konzentrieren und gleichzeitig katholischer, weltumspannender werden. Hans-Jürgen Klein, der für den Kirchenvorstand das Grußwort abgab, erinnerte sich an die erfrischende und freundliche Art Doppelfelds, mit der es ihm immer wieder gelang, die Menschen für den Glauben zu begeistern. Auch habe es Doppelfeld immer verstanden, die guten alten Kontakte niemals abreißen zu lassen. 
Nach dem Festhochamt waren alle Gemeindemitglieder zu Kaffee und Kuchen ins Elisabeth-Haus eingeladen, wo es ebenfalls noch einmal richtig eng wurde.